Bye Gnome; Hi xfce - Part 0
Published: 2025-04-22
| 2025-05-14 | link “weiter zu part 1” hinzugefügt |
TL;DR:
Um mal wieder was Neues auszuprobieren, möchte ich von
Gnome auf xfce wechseln. Auf
xfce 4.20, das gibts erst in Debian Testing
bzw. Debian Sid (unstable).
Also mein Plan: Debian Sid in QEMU mit xfce
ausprobieren.
Ich mag Gnome und bin wirklich sehr zufrieden damit!
Super Keydrauf-los tippen,Ctrl-Meta-Left/Ctrl-Meta-Rightzum super schnellen wechseln zwischen Desktops ist genial. Die mitgelieferten Tools, allen voran der Mail-Client Evolution, das Gnome-Terminal und der PDF-Viewer Evince sind großartige, Programme, die sich sehr stabil anfühlen und mich über die letzten Jahre so gut wie nie im Stich gelassen haben.
Und Trotzdem!
Hin und wieder muss man sich was Neues (oder anderes ansehen), nicht weil das Gras auf der anderen Seite grüner zu sein scheint, sondern weil Routine und praktisches und gewohntes und und und … auch manchmal ein bisschen Betriebsblind werden lässt.
Von
vim über Emacs zu
Neovim
Das wäre eigentlich einen eigenen
Blogbeitrag wert, deswegen hier nur kurz für ein paar
Gedanken und vielleicht irgendwann mal
ausführlich.
Wenn ich dran denke, dann wir dieser
Vielleicht-Irgendwann-Beitrag HIER
verlinkt!
Vor ca. zwei Jahren hab ich beschlossen meinen
wunderbaren Editor vim (inkl.
meiner liebevoll zusammengestellten, ca. 2000 Zeilen
langen vimrc-Konfiguration) hinter mir zu
lassen und Emacs
“auszuprobieren”.
Wer solche Editoren kennt, weiß, dass sie anfangs nicht
einfach zu bedienen sind, nicht in einer, zwei oder drei
Wochen einfach so nebenbei erlernt werden können
aber auch, dass man damit unglaublich produktiv
sein kann, dass sie bei Programmieren, beim Schreiben,
beim Konfigurieren, … einfach geniale Helfer sind.
Ich war mit vim auch sehr
zufrieden.
Ich war mit vim auch sehr produktiv.
Mit Emacs war ich anfangs nicht (und ich
meine überhaupt nicht!) produktiv.
Aber.
Emacs und das ganze Rundherum (vorallem
Org-Mode) hat mir
viele neue Denkanstöße und Arbeitsweisen aufgezeigt, die
ich heute in angepasster Form in Neovim nutze
und die ich in meinem Workflow nicht mehr missen
möchte.
Nach mehr als 10 Jahren
vimhat mir ein JahrEmacssehr viel gebracht und eingerostete “das-hab-ich-immer-schon-so-gemacht”-Workflows aufgelöst.
Heute nutze ich Neovim (btw.).
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|---|
| Gnome Applications and Desktop Switcher |
Gnome vs. KDE
vs. Cinnamon vs. MATE
vs. LXDE vs. … Desktopumgebungen haben auf
den ersten Blick mindestens gleichviel
“Glaubenskriegspotential” wie Editoren (vgl. “Editor
war”).
Der erste Blick täuscht hier auch nicht
;-)
Niemals würde ich KDE probieren
:-P
Aber xfce?
Klar!
Wäre nicht das erste Mal.
Zugegeben, xfce war in der Vergangenheit
nicht immer die fancyeste Desktopumgebung.
Für richtig schwache System sind die noch
ressourcenschonenderen LXDE bzw.
LXQt
für mich die bessere Wahl.
xfce hat somit eine undankbare Position
zwischen den “Großen und Schönen” (Gnome,
KDE, Cinnamon, …) und den
“Kleinen und Schwachen” (LXDE,
LXQt, …).
Der neue Release xfce 4.20 rückte das System wieder mehr in meinen Fokus.
xfce ist “immer noch nicht”
Wayland-ready. Ich nutze jetzt Wayland schon seit
einiger Zeit, muss aber gestehen, dass ich mich weder
mit X11 noch mit Wayland wirklich auseinandergesetzt
habe. Beides hat für mich einfach immer
funktioniert.
Jetzt bin ich gespannt, ob ich beim Wechsel-zurück also von Wayland zu X11 irgendwas bemerke.
Ausprobieren! Aber wie?
Oh, ich nutze ja Debian (und dabei
bleibe ich auch!).
Momentan Debian bookworm aka
Debian 12 aka Debian stable.
Das stable bedeutet bei
Debian, dass es sehr (sehr!) stabil
ist.
Un das bedeutet, dass es kaum neue Softwarepakete gibt,
außer Sicherheitsupdates natürlich.
Für mein Vorhaben sehe ich daher zwei Varianten.
- Selbst Kompilieren: Das mache ich bei “kleinerer” Software, entweder aus Interesse oder weil ich sie bleeding-edge-aktuell haben will so.
- Debian unstable:
unstable? klingt wild! Ist es das? scheinbar nicht, … vielleicht doch?
Selbst kompilieren ist mir bei einer Software, die ich (noch nicht) nutze und (noch nicht) so gut kenne und die einen so essenziellen Teil meiner Arbeitsumgebung ausmacht irgendwie zu heikel. (Ohne da jetzt genauer drüber nachgedacht zu haben)
Mit unstable (diese Variante heißt, wie
alle Debian-Versionen nach einem Toy Story
Charakter), liebevoll auch sid genannt habe
ich (noch) wenig Erfahrung, vorallem als
daily-driver.
Jetzt wird erstmal eine QEMU-Umgebung
aufgesetzt, Debian sid mit
xfce installiert und diese dann
verwendet.
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|---|
| xfce mit ersten tweaks in QEMU |
Ausprobieren. Gut, aber was muss funktionieren, was wird “getestet”?
Mein Workflow soll produktiv bleiben, dazu gehört:
Superdrauf-los-tippen sollte funktionieren, um Anwendungen zu finden und zu starten- mehrere Arbeitsflächen
- meine Terminal-Tools und Konfigurationen (u.a.:
.bashrc.d) sollen funktionieren (Neovim,Bash,tmux,Newsboat, …) - Beamer und zweiter Monitor muss problemlos funktionieren
Xournalppund mein Wacom-Tablet muss problemlos funktionieren.- Die Maus soll für (so gut wie) nichts nötig sein
Außerdem muss sich alles flott und “snappy” anfühlen
(da bin ich guter Dinge, mir kommt Gnome
jetzt ja auch nicht langsam vor).
Ein zwei größere Updates sollten eventuell gemacht
werden um die Stabilität von sid zu
“testen”.
Ein bisschen was von der debian-devel-announce
E-Mail-Liste (mit)lesen, das wird für
sid-User empfohlen. Und natürlich
hinterfragen, wie das mit Paketupdates
zusammenhängt.
Customizen, customizen, customizen, … damit mein ich jetzt nicht ein neues r/unixporn-Highlight zu schaffen, sondern viel mehr herauszufinden wie und was man alles so machen kann. Und es wär ja nicht schlecht, wenns gut aussieht.
CapsLock als zweite
Escape-Taste mappen! (Das war mit
Gnome total simpel mit dem
Gnome Tweak Tool)
End-Of-Part-0
Der Part 0 dieser Reihe ist jetzt schon mal ziemlich unstrukturiert geworden.
Es geht in erster Linie darum warum man (in dem Fall ich) einfach ab-und-zu neue Software ausprobieren sollte und wie ich das vorhabe zu tun.
Im nächsten Teil wirds dann um das Einrichten einer
QEMU-VM, die Intallation und das Upgrade auf
sid gehen.

