Bye Gnome; Hi xfce - Part 0

Published: 2025-04-22


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TL;DR:
Um mal wieder was Neues auszuprobieren, möchte ich von Gnome auf xfce wechseln. Auf xfce 4.20, das gibts erst in Debian Testing bzw. Debian Sid (unstable).
Also mein Plan: Debian Sid in QEMU mit xfce ausprobieren.


Ich mag Gnome und bin wirklich sehr zufrieden damit!
Super Key ++ drauf-los tippen, Ctrl-Meta-Left/Ctrl-Meta-Right zum super schnellen wechseln zwischen Desktops ist genial. Die mitgelieferten Tools, allen voran der Mail-Client Evolution, das Gnome-Terminal und der PDF-Viewer Evince sind großartige, Programme, die sich sehr stabil anfühlen und mich über die letzten Jahre so gut wie nie im Stich gelassen haben.

Und Trotzdem!

Hin und wieder muss man sich was Neues (oder anderes ansehen), nicht weil das Gras auf der anderen Seite grüner zu sein scheint, sondern weil Routine und praktisches und gewohntes und und und … auch manchmal ein bisschen Betriebsblind werden lässt.


Von vim über Emacs zu Neovim

Das wäre eigentlich einen eigenen Blogbeitrag wert, deswegen hier nur kurz für ein paar Gedanken und vielleicht irgendwann mal ausführlich.
Wenn ich dran denke, dann wir dieser Vielleicht-Irgendwann-Beitrag HIER verlinkt!

Vor ca. zwei Jahren hab ich beschlossen meinen wunderbaren Editor vim (inkl. meiner liebevoll zusammengestellten, ca. 2000 Zeilen langen vimrc-Konfiguration) hinter mir zu lassen und Emacs “auszuprobieren”.
Wer solche Editoren kennt, weiß, dass sie anfangs nicht einfach zu bedienen sind, nicht in einer, zwei oder drei Wochen einfach so nebenbei erlernt werden können aber auch, dass man damit unglaublich produktiv sein kann, dass sie bei Programmieren, beim Schreiben, beim Konfigurieren, … einfach geniale Helfer sind.

Ich war mit vim auch sehr zufrieden.
Ich war mit vim auch sehr produktiv.
Mit Emacs war ich anfangs nicht (und ich meine überhaupt nicht!) produktiv.

Aber.

Emacs und das ganze Rundherum (vorallem Org-Mode) hat mir viele neue Denkanstöße und Arbeitsweisen aufgezeigt, die ich heute in angepasster Form in Neovim nutze und die ich in meinem Workflow nicht mehr missen möchte.

Nach mehr als 10 Jahren vim hat mir ein Jahr Emacs sehr viel gebracht und eingerostete “das-hab-ich-immer-schon-so-gemacht”-Workflows aufgelöst.

Heute nutze ich Neovim (btw.).

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Gnome Applications and Desktop Switcher
Gnome Applications and Desktop Switcher

Gnome vs. KDE vs. Cinnamon vs. MATE vs. LXDE vs. … Desktopumgebungen haben auf den ersten Blick mindestens gleichviel “Glaubenskriegspotential” wie Editoren (vgl. “Editor war”).
Der erste Blick täuscht hier auch nicht ;-)
Niemals würde ich KDE probieren :-P

Aber xfce?
Klar!

Wäre nicht das erste Mal.

Zugegeben, xfce war in der Vergangenheit nicht immer die fancyeste Desktopumgebung.

Für richtig schwache System sind die noch ressourcenschonenderen LXDE bzw. LXQt für mich die bessere Wahl.

xfce hat somit eine undankbare Position zwischen den “Großen und Schönen” (Gnome, KDE, Cinnamon, …) und den “Kleinen und Schwachen” (LXDE, LXQt, …).

Der neue Release xfce 4.20 rückte das System wieder mehr in meinen Fokus.

xfce ist “immer noch nicht” Wayland-ready. Ich nutze jetzt Wayland schon seit einiger Zeit, muss aber gestehen, dass ich mich weder mit X11 noch mit Wayland wirklich auseinandergesetzt habe. Beides hat für mich einfach immer funktioniert.

Jetzt bin ich gespannt, ob ich beim Wechsel-zurück also von Wayland zu X11 irgendwas bemerke.

Ausprobieren! Aber wie?

Oh, ich nutze ja Debian (und dabei bleibe ich auch!).
Momentan Debian bookworm aka Debian 12 aka Debian stable. Das stable bedeutet bei Debian, dass es sehr (sehr!) stabil ist.
Un das bedeutet, dass es kaum neue Softwarepakete gibt, außer Sicherheitsupdates natürlich.

Für mein Vorhaben sehe ich daher zwei Varianten.

  1. Selbst Kompilieren: Das mache ich bei “kleinerer” Software, entweder aus Interesse oder weil ich sie bleeding-edge-aktuell haben will so.
  2. Debian unstable: unstable? klingt wild! Ist es das? scheinbar nicht, … vielleicht doch?

Selbst kompilieren ist mir bei einer Software, die ich (noch nicht) nutze und (noch nicht) so gut kenne und die einen so essenziellen Teil meiner Arbeitsumgebung ausmacht irgendwie zu heikel. (Ohne da jetzt genauer drüber nachgedacht zu haben)

Mit unstable (diese Variante heißt, wie alle Debian-Versionen nach einem Toy Story Charakter), liebevoll auch sid genannt habe ich (noch) wenig Erfahrung, vorallem als daily-driver.

Jetzt wird erstmal eine QEMU-Umgebung aufgesetzt, Debian sid mit xfce installiert und diese dann verwendet.

xfce mit ersten tweaks in QEMU
xfce mit ersten tweaks in QEMU

Ausprobieren. Gut, aber was muss funktionieren, was wird “getestet”?

Mein Workflow soll produktiv bleiben, dazu gehört:

Außerdem muss sich alles flott und “snappy” anfühlen (da bin ich guter Dinge, mir kommt Gnome jetzt ja auch nicht langsam vor).

Ein zwei größere Updates sollten eventuell gemacht werden um die Stabilität von sid zu “testen”.

Ein bisschen was von der debian-devel-announce E-Mail-Liste (mit)lesen, das wird für sid-User empfohlen. Und natürlich hinterfragen, wie das mit Paketupdates zusammenhängt.

Customizen, customizen, customizen, … damit mein ich jetzt nicht ein neues r/unixporn-Highlight zu schaffen, sondern viel mehr herauszufinden wie und was man alles so machen kann. Und es wär ja nicht schlecht, wenns gut aussieht.

CapsLock als zweite Escape-Taste mappen! (Das war mit Gnome total simpel mit dem Gnome Tweak Tool)

End-Of-Part-0

Der Part 0 dieser Reihe ist jetzt schon mal ziemlich unstrukturiert geworden.

Es geht in erster Linie darum warum man (in dem Fall ich) einfach ab-und-zu neue Software ausprobieren sollte und wie ich das vorhabe zu tun.

Im nächsten Teil wirds dann um das Einrichten einer QEMU-VM, die Intallation und das Upgrade auf sid gehen.


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