Bye Gnome; Hi xfce - Part 1
Published: 2025-05-14
Das Ziel: sid
Mit dem Codenamen sid wird die
unstable (so instabielt soll die scheibar
nicht sein; wir werden es sehen) Version von Debian
bezeichnet.
Während sich die Codenamen der stable und
testing Versionen mit jedem Release ändern,
bleibt der Codename sid für
unstable immer gleich.
Momentan hat Debian stable die Version
12 und trägt den Codenamen bookworm.
Version 13 wird dann trixie heißen, der
aktuelle testing Release heißt natürlich
auch so. Wenn trixie dann als
stable released wird, dann wird der neue
testing Release forky
heißen.
Nur sid bleibt sid.
Wer es genauer wissen möchte, kann hier mehr
über Debian Releases nachlesen.
Die Namen basieren übrigens auf Charakteren aus dem Toy-Story-Universum.
Es soll also sid installiert
werden.
Das Vorgehen
Um sid zu installieren, gibt es mehrere
Möglichkeiten.
Ich habe mich (zumindest für meine ersten Tests) für
folgende Variante entschieden:
- Debain
stableinstallieren source.lists anpassen (stablebzw.bookwormdurchsidaustauschen- mit
apt updategefolgt vonapt full-upgradedas System “aufsidumstellen”
Diese Variante ist eine Einbahnstraße, man kann:
bookworm(stable)trixie(testing)sid(unstable)
oder - wie hier geplant - natürlich direkt:bookworm(stable)sid(unstable) upgraden.
sid(unstable)trixie(testing) oder garsid(unstable)bookworm(stable) funktioniert nicht (so einfach)!
Let’s go - wir installieren Debian Bookworm mit XFCE
Als Erstes erstellen wir eine “QEMU-Festplatte” mit Speicher, das sollte locker genügen, auch um später ein bisschen Software in der VM zu installieren. Das funktioniert mit folgendem Befehl:
qemu-img create -f qcow2 debian-vm.qcow2 20G
Dann starten wir eine QEMU-VM und geben mit “eingelegtem ISO” - dem Debian Net-Installer. Dazu dient dieser Befehl:
qemu-system-x86_64 -enable-kvm -m 2048 -smp 2 \
-cdrom "~/Downloads/debian-12.9.0-amd64-netinst.iso" \
-drive file=debian-vm.qcow2,format=qcow2 \
-boot d -nic user,model=virtio
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| Hello World! Vom ISO booten und man wird vom Installer Willkommen-geheißen. | Als Erstes können wir die Sprache wählen, ich mags wenn meine Software English spricht. |
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| Zur Auswahl zum Beispiel der Locale Settings … | … oder der Zeitzone … |
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| … sollte man sein geografische Position … | … sowie seine geünschte Locale Einstellungenwählen. |
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Ab jetzt braucht man
nicht mehr nur <UP>,
<DOWN>, <TAB> und
<RETURN>, somit ist das richtige
Keyboardlayout auszuwählen. |
Damit kann man dann gleich den Hostanem … |
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|---|---|
| … und Domänennamen (der hier einfach frei bleibt) vergeben. | Das Rootpasswort. Dazu gibt es ein wichtiges Detail zu wissen. |
Wird bei der Installation ein Rootpassword vergeben,
so kann man sich am System nachher als User
root anmelden (Login oder su),
dafür ist der “haupt Benutzer” dann nicht von vornherein
in der Lage den Befehl sudo zu nutzen.
Für Desktopsysteme ist es meiner Meinung nach
Sinnvoll das Rootpassword einfach leer zu lassen; man
sollte ohnehin nicht als root arbeiten und
sudo will und braucht man meistens
auch.
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|---|---|
| Somit gehts ans User-Anlegen. Neben dem vollen Namen … | … brauchte der natürlich einen Username. |
Der Username ist gleichzeitig auch der
Verzeichnisname des Heimatverzeichnisses des Users; in
meinem Beispiel somit /home/linluk/. Er
muss also den Richtlinien für Verzeichnisnamen
entsprechen und darf keine Leerzeichen enthalten.
Großbuchstaben sind auch unüblich.
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|---|---|
| Als User braucht man
natürlich auch ein Passwort! Das sollte auch nicht zu schwach sein, schließlich darf dieser User dann als sudo damit alles. |
Kaum ist der User angelegt, geht es auch schon ans Partitionieren … |
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|---|---|
| Weils für die mein Vorhaben keine große Rolle spielt: Guided, Entire Disk (also geführt, gesamte Platte). Diese (gibt eh nur eine) wählt man aus … | … und dann belasse ich es hier auch Simpel und lege alles auf eine Partition. |
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| Ein kurzer Kontrollblick obs eh so passt. Ja. | Und das ganze nochmal bestätigen. Fertig Partitioniert. |
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| Wenn wir noch ein weiteres ISO mit zusätzlichen Paketen hätten, könnten wir das jetzt durchsuchen; hab ich nicht. | Aber dafür starten wir
gleich mit der Konfiguration des APT, als
Erstes werden wir nach unserem bevorzugtem Spiegelserver
gefragt … |
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| … dann auf Basis dessen, nach unserer gewünschten URL … | … und (was ich leer lassen kann) nach einem Proxy. |
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| Der Popularity Contest von Debian ist was tolles1, macht für “virtuelle Testsysteme” aber nicht viel Sinn. | Und jetzt gehts endlich drum die Software auszuwählen es wird natürlich XFCE gewählt! |
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| Nach kurzer Wartezeit sind wir jetzt so gut wie am Ende. Der Installer möchte noch wissen ob und wohin der Bootloader installiert werden soll. Erstens: ja. | Zweitens: hierhin |
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| Ein Neustart und … | … man wird von GRUB zum ersten booten eines ganz frisch installiertem Systems begrüßt. |
Somit ist die Installation abgeschlossen.
Mit dem Befehl:
qemu-system-x86_64 -enable-kvm \
-m 2048 \
-smp 2 \
-drive file=debian-vm.qcow2,format=qcow2 \
-nic user,model=virtio
lässt sich das virtuelle System nun einfach starten.
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|---|
| Hello XFCE!
Sorry, aber so siehst du nicht besonders toll aus. |
Wir haben nun ein frisch installiertes Debian System
vor uns, allerdings noch mit Debian
stable. Wir möchten jedoch
unstable also
sid.
Aus
Bookworm werde sid
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|---|---|
Mit
sudoedit (nicht sudo vim,
sudo nano, …!) öffnen wir die
sources.list … |
… welche nach unserer Installation so aussieht. |
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|---|---|
| Die Paketquellen werden folgendermaßen angepasst und … | … mittels
sudo apt update aktualisiert. |
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Mit
sudo apt full-upgrade (nicht wie bei einem
“normalen” upgrade mit
sudo apt upgrade) wird aus
bookworm nun endlich
sid. |
Hier der Beweis ;-) |
End-Of-Part-1
In Part 1 der Reihe haben wir das für das Experiment
nötige System
Debian sid/unstable
aufgesetzt.
Im nächsten Teil wird es dann um ein paar “aufhübschungen” gehen, so dass das System ein bisschen netter aussieht und sich effizient bedienen lässt (Shortcuts usw.).
See ya.
https://popcon.debian.org/↩︎


































